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Einführung in den BetaCodex (Teil 4)

Zellstrukturdesign - Aufbau der Wertschöpfungsstruktur


 
  • Teil 1: Management am Ende der Leistungsfähigkeit
  • Teil 2: Der BetaCodex - Ein Überblick über die 12 Prinzipien mit Erläuterung
  • Teil 3: Organisationsphysik - Die wirkenden Strukturen in Unternehmen.
  • Teil 4: Zellstrukturdesign - Wie die Wertschöpfungsstruktur aufgebaut ist.
  • Teil 5: OpenSpace Beta - Über die Transformation zu Beta-Unternehmen.
 
Organisationsphysik mit formaler, informeller und Wertschöpfungsstruktur

Die Einordnung und bedeutung der Zellstruktur ist im vorhergehenden Teil dieser Einführung in den BetaCodex zur Organisationsphysik schon herausgearbeitet worden. Zellstrukturdesign ist eine von Niels Pfläging und Silke Hermann entwickelte Sozialtechnologie - siehe https://redforty2.com/cellstructuredesign. Die Zellstruktur basiert auf einzelnen Zellen (Teams), welche selbstorganisiert und auf Basis der Prinzipien Zusammenarbeit und Könnerschaft funktionieren. Führung passiert hier als interpersonale Führung. Führungsrollen und Führungskräfte sind nicht existent (BetaCodex §3).

Dafür richten sich die Wertschöpfungsstruktur konseqent am Markt aus (BetaCodex §6). Peripheriezellen haben direkten Marktkontakt. Durch die Dezentralität (BetaCodex §2) und die volle Autorisierung (BetaCodex §1) der Zellen können diese lokal auf die individuellen Marktimpulse schnell reagieren. Leistung findet dadurch passend (BetaCodex §4) und qualitativ hochwertig auf Basis von Könnerschaft (§10) statt. Voraussetzung ist dafür eine entsprechende Transparenz (BetaCodex §5). Gewinne werden in den Peripheriezellen realisiert.

Zentrumszellen hingegen dienen als interne Dienstleister für die Peripheriezellen. Sie sind nicht gewinnorientiert, sondern arbeiten kostendeckend.

Tatsächlich wird dadurch eine Umgebung geschaffen, in der wahrhaft und kompromisslos agiles Arbeiten erst ermöglicht wird. Der BetaCodex bietet so die notwendige Vervollständigung des Agilen Manifests. Agiles Arbeiten bezieht sich in den meisten Fällen auf einzelne Teams. Agiles skalieren führt in eine Sackgasse. Der BetaCodex zeigt mit der Sozialtechnologie Zellstrukturdesign auf, wie eine größere Anzahl von Teams bzw. Zellen ohne Skalierung strukturiert werden können, so dass wertschöpfende Interaktion und ein Leisten miteinander-füreinander entsteht.

Die Zellstruktur-Prinzipien:

  1. Schärfen der Sphäre der Geschäftstätigkeit. Diese wird verschriftlicht und vergemeinschaftet.
  2. Unterscheidung zwischen Peripherie- und Zentrumszellen.
  3. Kopplung von Pheripherie und Zentrum. Peripherie ist an der Macht, während das Zentrum der Peripherie dient.
  4. Je mehr Peripherie im Vergleich zum Zentrum, desto größer das notwendige Wertschöpfungsgefühl-
  5. Zellen sind funktional integriert - im agilen Kontext würde man von "crossfunktional" sprechen.
  6. Zell-Teamgrößen liegen idealerweise bei 5-8 Personen, wobei einzelne Teammitglieder durchaus mehrere Rollen ausfüllen.
  7. Peripheriezellen sind maximal autonom. Nur hier besteht ein Kontakt zu externen Kunden. In der Peripherie wird die "Marge" realisiert.
  8. Zentrumszellen haben lediglich die Peripheriezellen als interne Kunden. Sie machen weder Gewinn noch Verlust.
  9. Zentrumszellen haben Leistungskataloge (5-7 Leistungen) und verhandeln die Preise mit der Peripherie.
  10. Zellen haben relative Ziele und eine G&V. Sie bezahlen das Zentrum.
  11. Transparenz ist umfänglich. Zahlen, Daten & Fakten von Organisation und Teams sind offen, sichtbar und aktuell.
  12. Peripheriezellen kooperieren, helfen sich gegenseitig und treffen Vereinbarungen miteinander. Sie bilden Nahtstellen.
 

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"Es geht nicht um Dich oder mich - es geht um die Interaktion zwischen uns." - Peter Pröll

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